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Das
Wirkprinzip von EDTA
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Die
Chelat-Therapie ist nicht, wie bisher angenommen, eine Art
"rohrfrei". Bevor
man etwas über die Pathologie der freien Radikale wußte, bestand die
Arbeitshypothese über das Wirkprinzip der EDTA darin, daß die
ChelatTherapie ihren bedeutenden Heileffekt in der Veränderung des
Calcium-Stoffwechsels hatte. Man
nahm an, daß überschüssiges Calcium aus den arteriosklerotischen
Plaques gelöst und in chelatierter Form aus dem Körper ausgeschieden
wird, so daß die Arterien gewissermaßen wieder verjüngt werden.
Dieses Denkmodell , das sogenannte "Roto-Rooter"
-Konzept, ist tatsächlich nicht ausschlaggebend für den großen
gesundheitlichen Erfolg der Chelat-Therapie.
Die Tatsache, daß EDTA frei verfügbares Calcium bindet, wird
mittlerweile als einer der unwichtigsten Aspekte seines Wirkprinzips
angesehen. Viel
wichtiger ist, daß EDTA eine Affinität hat zu den sogenannten übertragungsmetallen
Eisen und Kupfer sowie den nahestehenden toxischen Schwermetallen Blei,
Quecksilber, Cadmium und anderen, welche potentielle Katalysatoren von
überschüssigen freien radikalen Reaktionen sein können.
Es wird nun angenommen, daß die Pathologie der freien Radikale
der zugrundeliegende Prozeß ist für die Entwicklung der
Alterskrankheiten, einschließlich Krebs, senile Demenz, Arthritis und
Arteriosklerose. Die
Wirkung von EDTA beruht aIso in erster Linie darauf, daß es in hohem Maße
die weitergehende Produktion von freien Radikalen im Körper verhindert,
indem metallische Katalysatoren gebunden und ausgeschieden werden.
Diese metallischen Katalysatoren werden nämlich in abnormen
Gebieten im Körper älterer Menschen gespeichert und beschleunigen den
Altersprozeß. Dies
ist eine sehr vereinfachte Erklärung der zur Zeit laufenden Forschung.
All jenen, welche sich für die wissenschaftlichen Einzelheiten
interessieren, sei eine Arbeit empfohlen von Dr. Elmer M. Cranton und
Dr. James P. Frackelton. Die
Pathologie der
Freien Radikale bei altersbedingten
Krankheiten Originaltitel:
Free Radical Pathology in Age-Associated Diseases: Treatment
with EDTA, Nutrition and Antioxidants. Diese
Arbeit wurde von Dr. Richard M. Babej-Dölle übersetzt und kann über
die Deutsche Gesellschaft für Chelat-Therapie bezogen werden. Eine gute Erklärung der vielen wissenschaftlichen Abhandlungen in allgemein verständlicher Sprache finden Sie im Buch von Dr. Elmer M. Cranton und Arline Brecher: "Bypassing Bypass". Eine gute Zusammenfassung finden Sie im Buch von Dr. Jens Collatz und Peter Kummer, "Kranker Patient, guter Patient" im Haug Verlag Pforzheim. Zusammenfassung
über die Wirkungsweise von EDTA 1.
EDTA senkt den Blut-Kalziumspiegel und stimuliert so die Ausschüttung
von Parathormon von der Nebenschilddrüse. Dieses Parathormon ist
verantwortlich für die Entfernung von Kalzium von Orten, wo es nicht
hingehört und die Ablagerung von Kalzium in die Knochen. 2.
EDTA stimuliert eine Vergrösserung von kleinen Gefässen, damit diese
einen Umgehungskreislauf bilden. 3.
EDTA ist ein Antioxidans und vermindert den Schaden durch freie
Radikale, die aus der Fett-Peroxidation entstehen. 4.
EDTA entfernt Metall Ionen, die zuviel und an falschen Orten abgelagert
werden, wie Kupfer und Eisen. 5.
EDTA entfernt Blei, Kadmium, Aluminium und andere Schwermetalle 6.
EDTA verbessert die Integrität der Zellmembrane 7.
EDTA vermindert das Zusammenkleben der Blutplättchen, die zu Thrombosen
führen können.
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